Kurz nach 20.00 Uhr verdeckte am 12. August der Mond zu rund 90 % die Sonne und tauchte Wolterdingen in ein ganz besonderes güldenes Licht. Im Ort war dieses Schauspiel überall gut zu sehen. Besonders eindrucksvoll präsentierte sich die Sonnenfinsternis von den Höhen des Ochsenbergs und des Eichbucks, der am Mittwoch zum Treffpunkt für Menschen aus nah und fern wurde.
Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?
Eine Sonnenfinsternis ist im Grunde ein kosmisches Schattenspiel. Die Hauptrollen spielen Sonne und Mond – wir auf der Erde sind die Zuschauerinnen und Zuschauer. Doch was können wir da eigentlich beobachten? Der Mond schiebt sich von der Erde aus gesehen vor die Sonne. Je nachdem, wie viel von der Sonne verdeckt wird, sehen wir eine totale, eine ringförmige oder eben partielle Sonnenfinsternis. Wenn der Mond unsere Sonne ganz verdeckt, kann es sogar richtig dunkel werden. Dann wird es mitten am Tag kalt und etwa Vögel denken gar, es ist schon Schlafenszeit. Das ist diesen Juni aber nicht der Fall, sondern voraussichtlich erst wieder im September 2081.
Warum kann der Mond die Sonne verdecken?
Berechtigte Frage, schließlich ist die Sonne, mehrere hundertmal größer als der Mond. Dass dieser sie aber trotzdem überdecken kann, liegt an der riesigen Entfernung der Sonne. Unser kleiner Erdtrabant, wie der Mond als unser Begleiter auch genannt wird, ist uns hingegen vergleichsweise nah. Deswegen erscheint er uns auch entsprechend groß, wenn wir zum Himmel blicken. Dass der nahe Mond genau die richtige Größe hat, um die ferne Sonnenscheibe auch mal ganz zu verdecken, ist reiner Zufall. Allerdings müssen sie genau in einer Linie stehen. Da der Mond am 10. Juni auf seiner Umlaufbahn um die Erde vergleichsweise fern ist, kommt es nicht zu einer totalen, sondern zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Die Scheibe des Mondes erscheint uns zu klein, um die Sonne ganz zu verbergen.
Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gibt es noch offene Fragen: Durch eine totale Sonnenfinsternis werde etwa die äußere Atmosphärenschicht der Sonne sichtbar, die sogenannte Korona. In dieser Schicht werde es noch heißer als auf der Oberfläche der Sonne, erklärte Liefke. Warum das so ist, sei noch nicht erforscht.