Oberschlächtig, Unterschlächtig: Das Wassergewicht machts

Im Durchschnitt fließen 5 cbm/sec. Bregwasser durch Wolterdingen. Die wollen unbedingt ins Schwarze Meer plumpsen. Wenn diese 5 Tonnen die 680 Höhenmeter wie in einem Superwasserfall fallen würden, könnte man mit dieser Energie aus Wasserkraft locker viele Tausend Haushalte versorgen. Deshalb heisst diese Energie wissenschaftlich Lageenergie, weil das Wassergewicht seine Lage von oben nach unten…

Der Wolterdinger Suezkanal

Das Untere Bregtal ist beidseits von riesigen Waldgebiete geradezu umzingelt. Der eigentlich enorme Holzreichtum war für die Waldbesitzer aber kaum gewinnbringend verwertbar. Zwar war die intensive Köhlerei, im Bregtal qualmten vielerorts ständig Kohlenmeiler, eine grosse Gewichtsreduzierung beim Holzabtransport ohne Verlust an Energiegehalt . Das war das eine geniale Gewerbe für die Vermarktung des Holzes, die…

772 oder 775 – das Rätsel ist gelöst

Bis vor fünf Jahren gingen alle davon aus, dass der Ort im Jahr 772 erstmals erwähnt wurde, doch der Kreisarchivar Clemens Joos entdeckte im Laufe seiner Recherchen im Vorfeld des Jubiläums Interessantes: Der größte Donaueschinger Stadtteil kann erst in diesem Jahr sein Jubiläum feiern. Der Grund: Die Urkunde mit der erstmaligen Nennung Wolterdingens wird von…

Beerliwieber und Sepples Geheimnis 

Bis in die 60-er Jahre waren die Halden, Döbel und Hochflächen des Unteren Bregtales wichtig für den Lebensunterhalt der Bevölkerung. Sobald die Heidelbeeren, Preiselbeeren und Himbeeren reif waren durchstreifen  ganze Familienverbände den Hallenberg, das Oberholz, den Pfarrwald und den Ross- Schmelz- und Wilddobel. Ausgestattet mit z’Nieni  im Rucksäckle, Eimern, Milchkannen, Riffeln und Weidenkörben, schwärmte die…

Das Flossrecht allein hilft wenig

Das Untere Bregtal ist beidseits von riesigen Waldgebiete geradezu umzingelt. Der eigentlich enorme Holzreichtum war für die Waldbesitzer aber kaum gewinnbringend verwertbar. Zwar war die intensive Köhlerei, im Bregtal qualmten vielerorts ständig Kohlenmeiler, eine grosse Gewichtsreduzierung beim Holzabtransport ohne Verlust an Energiegehalt. Das war das eine geniale Gewerbe für die Vermarktung des Holzes, die Glashütten…

Der Schwarze Buben Kachelofen

Was könnte der gemütliche Kachelofen im Schwarzen Buben, im Zinken Zindelstein, so alles erzählen. Von Vesper- und Trinkgelagen der rauflustige Köhlersippen im Unteren Bregtal. Denn von diesen „Schwarzen Buben“ bekam die Köhlerschenke ihren zünftigen, kultigen Namen. Aber auch die sangesfreudigen Stammtischrunden, hitzigen Vereinssitzungen, Weihnachtfeiern, Loipenputzeten, Familienfeste, und ausartenden Leichenumtrunke hat der Kachelofen belauscht. Diese Hocketen…

Vom Glaswunder von Bubenbach, Herzogenweiler und Wolterdingen

1725 , also vor 300 Jahren, sind die Glaser von der Glasi Ferndobel/Wildgutach nach Bräunlingen umgezogen. Also von einem Habsburgergebiet in ein anderes: ins einsame, unbewohnte Bubenbacher Tal, zu Bräunlingen gehörend.  Das und das Wolterdinger 1250-er Jubiläum ist ein idealer Anlass  die Dreiecksbeziehung der Baarschwarzwälder Glashütten Bubenbach, Herzogenweiler und Wolterdingen (vor 180 Jahren gegründet, vor…

S maischt hemmer bis uff Amerika

Um 1900 sind vill Liit uusgwanderet. Die ganz Arme hond vu de Heimetgmeinde sogar e Sackgeld griegt. So au de muusarm Holzhauer Bartli Hättich us em hinterschte Schnabelstal. Mit sim guetige, sanfte Wiib, de Appolonia vu de Leimgrueb und de Kind, em scharrige Romulus und em hennefiddlige Kätherle hond sie zwei Überseeköffer mit de wenige…

Mischti Nickerle

Die Automobilisierung fing in Wolterdingen gleich mit einer tolldreisten, witzigen Episode an. Der Herausgeber des Donauboten, der fundamental-katholische, ziemlich humorfreie Hermann Lauer muss sich 1920 doch mal vergnügt auf die Schenkel geklopft haben, als ihm dieser Storiax aus Wolterdingen zugetragen wurde. Denn er berichtet, dass ein festdtrunkener, o-Ton, „Kriegsgewinnler“ zu mitternächtlicher Stunde auf einen der…

Köhlerpfeife

Was ist denn das? Eine Köhlerpfeife? Noch nie gehört. Auf den ca. 500 Kohlplätzen zwischen Elsenspitz und Hammer waren solche Köhlerpfeifen angebracht. Das biogene Holzgas strömte durch und die Pfeife war ein primitiver Destilator von dem man nach 10 Tagen Mailerbrand 1/4tele Holzgeist, Holzessig gewann – also sehr gefährlichen Fusel gewann. Wenn sogar der geeichte…